Entwickler

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Oliver Priggemeyer

Interview

Was verbinden Sie mit dem Standort Offenbach?

Als CEO von Hamburg Trust betrachte ich einen Standort wie Offenbach unter dem Aspekt eines langfristigen Investors, der Investitionsentscheidungen für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren trifft. Dazu Bedarf es der Betrachtung unter verschiedenen Blickwinkel:

Ich denke, dass die Nutzungsart Büro einem starken Wandel unterliegt. Das Büro ist nicht nur ein Ort, an dem ich arbeite, sondern auch ein Ort, an dem ich viel Lebenszeit verbringe. Unter der Prämisse, dass Bürostandorte am besten dort langfristig funktionieren, an denen die Wirtschaft am Stärksten ist, kommen für uns als Investitionsstandorte für Büro primär die großen Metropolregionen in Frage. In diesen Regionen sind jedoch nachhaltige Immobilienprodukte schwer zu finden. Wenn das Angebot solcher Produkte begrenzt ist, stellt sich die Frage, ob und wo man diese selbst entwickeln kann. Unter dieser strategischen Ableitung fiel unser Auge auf Offenbach. Wir sind hier in einer starken Wirtschaftsregion in der es an modernen, bezahlbaren und insbesondere nachhaltigen Objekten fehlt. Auf der anderen Seite haben wir an diesem Standort viele Faktoren, die unter das Stichwort Lebensqualität passen: gute Infrastruktur, direkte Wasserlage und einen hohen Erholungsfaktor – wer möchte, kann mit dem Fahrrad über den Mainuferradweg innerhalb von 10 Minuten direkt in das Zentrum von Frankfurt fahren. Zudem haben wir zusätzlich zum Standort Offenbach eine Kommune, die es versteht mit dem Eigentümer – sprich uns – zielführend zu kommunizieren und die sich darum bemüht, Mieter zu gewinnen.

Worum geht es Ihnen primär in diesem Projekt? Was sind die Besonderheiten?

Wir möchten mit unserem Objekt einen neuen Qualitätsstandard im Bereich Büro für den Standort Offenbach definieren und damit die schon jetzt ansprechende Bebauung der Hafeninsel Kaiserlei lückenlos bis zu den neuen Entwicklungen im Frankfurter Osten verbinden. Damit entsteht eine vollständige und hochwertige Achse entlang des Mains. Wir möchten dazu beitragen, dass ein Standort für Mitarbeiter sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, genauso wie mit dem Fahrrad. Wir wollen mit unserem Vorhaben nicht nur eine hohe Attraktivität im Objekt selbst erschaffen, sondern gleichzeitig die Vorteile der Umgebung mit einer direkten Wasserlage nutzen. In den Gesprächen mit unserem Ankermieter Danfoss war von entscheidender Bedeutung, wie die Mitarbeiter auf diesen neuen Standort reagieren und wie die Attraktivität des Objekts und des Standortes bei der Mitarbeiterakquisition genutzt werden kann – denn die Qualität des Arbeitsumfeldes wird zunehmend zum wichtigen Entscheidungskriterium potenzieller Mitarbeiter.   

Was wollen Sie mit dem Projekt bewirken?

Wir möchten mit dem Projekt zeigen, dass eine Vereinbarkeit von unterschiedlichen Zielen möglich ist: Eine hohe Objektqualität lässt sich mit attraktiven Mieten darstellen. Attraktive Mieten müssen nicht zu Lasten der Lage gehen (Wasserlage). Eine aufstrebende Lage steht nicht im Widerspruch zu einer guten Infrastruktur. Und: Wir gehen mit diesem Projekt nicht in eine Entwicklung auf der „grünen Wiese“, sondern tragen zur Weiterentwicklung eines bestehenden attraktiven Stadtviertels bei.    

Olivier Butin und Christian Schleif

Interview

Was verbinden Sie mit dem Standort Offenbach?

Christian Schleif: Ich bin in Frankfurt aufgewachsen. Mein Bezug zu Offenbach als unmittelbare Nachbarstadt von Frankfurt und Teil der Rhein-Main-Region ergibt sich aus diversen Freizeitaktivitäten wie Sport, Kunst und Kultur, Unternehmungen mit Freunden sowie diversen berufliche Aufgaben. Da ich aktuell im Osten von Frankfurt wohne, fahre ich auch regelmäßig am Kaiserlei und Offenbach vorbei und beobachte die Entwicklung der Stadt fast täglich und mit großem Interesse.

Worum geht es Ihnen primär in diesem Projekt? Was sind die Besonderheiten?

Olivier Butin: Als Entwickler suchen wir stets nach Chancen, Projekte zu realisieren, Objekte zu verbessern und neu zu positionieren. Als uns das Grundstück angeboten wurde, war mir schnell klar, dass hier etwas Interessantes und städtebaulich Markantes entstehen wird. Bereits frühzeitig war Danfoss an einer Flächenanmietung interessiert. Diese Chance wollten wir nutzen und Danfoss von unseren architektonischen Ideen und technischen Lösungen – wie CO₂-Neutralität – überzeugen. Den Standort mussten wir Danfoss glücklicherweise nicht mehr schmackhaft machen – auch dank Unterstützung der Stadt Offenbach. Auch unser Partner Hamburg Trust hat schnell erkannt, welche Chancen in diesem Projekt stecken. Der Einstieg war daher nur noch Formsache.

Was wollen Sie mit dem Projekt bewirken? 

Christian Schleif: Unserem Ankermieter Danfoss möchten wir ein zukunftsweisendes Headquarter schaffen, und weitere Mietinteressenten möchten wir von LEIQ überzeugen und sie nach Offenbach holen, bzw. in Offenbach halten. Außerdem möchten wir bewirken, dass unser Gebäude der städtebaulich prägnanten Aufgabe gerecht wird und einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung des Kaiserlei-Quartiers beisteuert.